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30. August 2018

Virtual Reality im Marketing

Genauso wenig wie für Personen heute die Frage im Raum steht, ob sie ein digitales Medium nutzen wollen, sondern welches in welchem Kontext, stellt sich auch für sich vermarktende Unternehmen nicht die Frage, ob sie ihre Marke in digitalen Medien führen wollen, sondern wie. Aufgrund dessen sind viele Unternehmen heute gezwungen ihre Geschäftsmodelle und Strategien zu überdenken. Denn mit digitalen Medien und einer mobilen und weltweit vernetzten Infrastruktur, haben sich neue Felder für Service- und Produktinnovationen aufgetan. Für Marken und Unternehmen besteht die Chance diese Angebote mit sinnstiftenden und kreativen Inhalten zu füllen. Digitale Medien und insbesondere VR ist für eine emotionale Ausgestaltung des Contents prädestiniert. Wie kein anderes Medium vereinen virtuelle Technologien Ton, Text, Bild, Bewegtbild, eine 360°-Ansicht, interaktive Funktionen und transportieren Stimmung, Farben, Formen und Musik. Dies bedeutet für Unternehmen, dass auch sie und ihre Marken in der Zukunft einen neuen Weg finden müssen, in die Welt der Konsumenten integriert zu werden. Mehr denn je werden Marken weit über die bloße Platzierung des Logos auf Werbemitteln hinaus einen Nutzen schaffen und Content bieten müssen.

Geht es um VR, geht es im Speziellen darum, einen Nutzer an beliebige Orte transportieren ohne dabei seinen physischen Standort zu verändern. Dabei handelt es sich um immaterielle Fantasie-/Erlebnisräume, die zunächst auf virtueller Ebene existieren. Je immersiver (realitätsnahe Darstellung und sinnesphysiologische Vermittlung von virtuellen Inhalten) und interaktiver (Erweiterung des Medialen um die Beziehungsdimension) diese Erlebnisräume sind, desto stärker verwischen die Grenzen zwischen den Realitäten und umso intensiver ist die Emotion und nachhaltiger die Wirkung bei der Nutzung dieser Technologie.

Aufgrund dieser Eigenschaften sind VR-Technologien besonders für die Gaming-Industrie reizvoll. Aber auch für Firmen, die sowohl an einer immersiven Präsentation ihrer immobilen oder immateriellen Produkte interessiert sind als auch Produkte und Services vertreiben, die sich nicht im Nutzungskontext zeigen lassen, stellt VR ein zukunftsträchtiges Medium dar, mit dem auf eine neuartige, emotionale Art kommuniziert werden kann. Dies zeigt nicht zuletzt das Beispiel des Arbeitgeberverbandes Chemie Nord, welcher VR nutzt, um die Chemiebranche als innovativen Arbeitgeber zu positionieren und neue Mitarbeiter zu gewinnen. Entsprechend bieten auf heutigen Messen Fluggesellschaften, Automobilhersteller, Reiseanbieter und Bauunternehmen Käufern und Kaufinteressenten mittels VR-Technologie die Möglichkeit sich einen lebhafteren Eindruck von ihrem individuell konfigurierten neuen Auto, einem potentiellen Reiseziel oder ihrem Traumhaus zu machen als jemals zu vor.

Produkte lassen sich heute kaum noch über Produkteigenschaften wie Qualität differenzieren, der Wettbewerbsdruck ist hoch, die Konsumenten sind selbstbewusst und sie verfügen über Mittel und Wege sich Informationen, Vergleiche und das beste Preis-/Leistungsangebot einzuholen. Für Unternehmen, die ihre Dienstleistungen und Produkte vermarkten wollen, und die Markenführung, die die Entscheidungen der markenführenden Organisation in Markenkonzepte übersetzen und im Markt durchsetzen soll, bedeutet dies, dass sie der neuen Konsumentenmacht auf Augenhöhe entgegentreten muss. VR kann ein Baustein sein um diese Herausforderungen zu meistern. Denn Konsumenten des digitalen Zeitalters schenken heute der Marke ihr Vertrauen, die sie involviert, die ihr einen echten Nutzen bringt, statt diese mit schnöden Werbebotschaften zu konfrontieren; die sie mittels interaktiver Plattformen in virtuelle Marken-Erlebniswelten eintauchen lässt und so begeistert, Tools und Services zur Verfügung stellt und damit einen Zugriff auf ihre Leistungen möglich macht; oder die sie an der Kommunikation oder sogar an der Produktentwicklung beteiligt und dadurch mit ihr identifizieren lässt.

Den ganzen Beitrag zum Thema „Virtual Reality für Recruiting und Branding nutzen“ finden Sie hier:
https://www.aspekteins.com/virtual-reality-und-seine-potentiale-fuer-recruiting-und-branding/

Quelle Bild: Photo by Stella Jacob on Unsplash

Veröffentlicht in Kommunikation

Erst die Marke, dann der Flyer

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